Energiegewinnung und Klimawandel

Meeresschützer fassungslos: Grüner Umweltminister will Öl fördern

Offshore Borinseln an der Küste. Foto: U.Karlowski

Grüner Umweltminister findet Erdöl-Förderung in Naturschutzgebieten umweltverträglich!

Die Grünen stehen für Energiewende, Ausstieg aus der Förderung fossiler Energieträger, Kampf gegen den Klimawandel? Weit gefehlt. Ausgerechnet eines ihrer prominentesten Aushängeschilder, Umweltminister Dr. Robert Habeck aus Schleswig-Holstein, hat keine Bedenken, die Förderung von Erdöl durch den DEA-Konzern, selbst in streng geschützten Naturschutzgebieten, persönlich durchzuwinken.

Erdölförderung geht vor Natur- und Landschaftsschutz
Im sogenannten Schwedeneck, Kreis Rendsburg-Eckernförde, hatte die DEA AG 2012 einen Antrag zur Suche nach Erdöl gestellt. Diese Küstenlandschaft ist geprägt von einmaligen Geotopen, Landschafts- und Naturschutzgebieten für international geschützte Arten wie z.B. den Schweinswal, der in der Ostsee vom Aussterben bedroht ist. Außerdem handelt es sich für um ein sehr beliebtes Erholungsgebiet sowohl für Anwohner als auch für Besucher aus dem Großraum Kiel und aus ganz Deutschland.

Grüner Umwelt-Zerstörungsminister findet Förderung von Erdöl umweltverträglich
Toter Schweinswal ertrunken im Stellnetz."Robert Habeck hatte schon bei der Vereinbarung zur freiwilligen Netzreduktion zum Schutz von Schweinswalen und Seevögeln bewiesen, dass für ihn wirtschaftliche Interessen eine weitaus größere Rolle spielen als der Schutz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tierarten", erklärt der Biologe Ulrich Karlowski. "Die positive Entscheidung zur Erdölförderung mitten in EU-Vogelschutzgebieten und FFH-Schutzgebieten zeigt, welch Geistes Kind Habeck ist. Er sollte sich zukünftig Umwelt-Zerstörungsminister nennen".

In einer Ministeriumsstellungnahme bezeichnet Habeck die DEA-Förderpläne als "umweltverträgliche Form der Erdölförderung, die man nicht pauschal ablehnen könne".

Wenn die Ölförderung beginnt, werden die Region und die Tiere sterben
Küstenlandschaft Schwedeneck.Eine Online-Petition der Bürgerinitiative "Hände weg vom Schwedeneck" hat bereits fast 50.000 Unterstützer gefunden.

Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. rufen wir dazu auf, die Petition zu unterstützen: "Es geht darum, die mit der Förderung von Erdöl zwangsläufig verbundene Zerstörung einmaliger Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu verhindern."
DSM, 13.03.2016
Fotos:
Ölplattformen: U.Karlowski
Toter Schweinswal im Stellnetz: Krzysztof E. Skora
Schwedeneck mit freundlicher Genehmigung von Traute Bülter, BI "Hände weg vom Schwedeneck"

Weitere Informationen

Petition: Rettet Schwedeneck! Keine Ölförderung im geschützten Küstengebiet der Eckernförder Bucht

Bürgerinitiative "Hände weg von Schwedeneck"

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