Größtes Natur- und Meeresschutzgebiet Nordamerikas ohne Fischfang

Refugium für Walhaie, Mantarochen und Delfine: Mexiko macht Revillagigedo-Inselgruppe zur Schutzzone und verbietet Fischerei

Die zur Welterbe-Liste der UNESCO zählende Revillagigedo-Inseln vor der Westküste Mexikos wird zum größten Meeres- und Naturschutzgebiet Nordamerikas. Künftig wird in dem aus vier unbewohnten Vulakninseln bestehenden und sich über 420 km erstreckenden Archipel jeglicher Fischfang verboten sein.

Inselgruppe ist für ihren Artenreichtum berühmt

Karte des Revillagigedo Archipels.

Die etwa 400 Kilometer vom Badeort Cabo San Lucas entfernten Inseln sind für ihre reiche Tierwelt bekannt.

Das mexikanische Umweltministerium kündigte zudem an, dass auch Hotels auf der Inselgruppe verboten werden. Die etwa 400 Kilometer vom Badeort Cabo San Lucas (Bundesstaat Colima) an der Südspitze der Baja California entfernt liegenden Inseln (San Benedicto, Socorro, Roca Partida and Clarión) sind für ihre reiche Tierwelt bekannt, darunter auch viele bedrohte Arten. Seltene Reptilien- und Seevogelarten leben auf den Inseln.

Für Wale, Delfine, Walhaie, Mantarochen sind die umliegenden Gewässer ein wichtiger Rückzugsraum. Wegen seiner ungewöhnlich reichhaltigen Artenvielfalt wird das Archipel auch als die „mexikanischen Galapagos“ bezeichnet.

Wie bei anderen Schutzgebieten auch, hängt der Erfolg der Schutzzone „Revillagigedo-Inseln“ von Kontrollen und Überwachung ab. Piratenfischer scheren sich nicht um Vorschriften, seien sie auch noch so streng. Dennoch ist das UN-Ziel bis 2020 zehn Prozent der Meeresfläche unter Schutz zu stellen, damit ein weiteres Stück voran gekommen. Noch vor wenigen Jahren schien es völlig illusorisch, dass die Weltgemeinschaft dies schaffen könnte. Mittlerweile sollen bereits sechs Prozent erreicht sein.

Weitere Informationen

Archipiélago de Revillagigedo – UNESCO World Heritage Centre